BORGATE

MOSAIK MÉCANIQUE

A1B2C3

NOTES ON FILM 02

DOMINO

PIANO PHASE

I.E.

NOTES ON MAZY

NOTES ON FILM 01 ELSE

QUADRO

36

TRAXDATA

SANTORA

NOTES ON FILM 01 ELSE

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Film, 2002
Sound: Wolfgang Frisch, Camera: Martin Putz
Actress: Eva Jantschitsch
Realisierung: Norbert Pfaffenbichler

Eine Darstellerin im 20er Jahre Look wurde gleichzeitig von drei Perspektiven aus gefilmt, wobei sich eine der Kameras hinter einem transluzentem Spiegel befand, die zwei weiteren seitlich links und rechts hinter der Akteurin. Als Vorlage diente die Verfilmung der Schnitzler-Novelle “Fräulein Else” aus dem Jahre 1928. Gedreht wurde sowohl auf Digital-Video und Super-8 als auch auf 16mm und 35mm Filmmaterial. Diese Aufnahmen wurden in der digitalen Postproduktion mittels Splitscreenverfahren als visueller mehrstimmiger Kanon montiert. Durch dieses super-voyeurisitsche Verfahren des multiplizierten Blicks ist das Gesicht der Darstellerin jeweils fünf mal parallel in unterschiedlichen Ansichten auf der Leinwand zu sehen. Jede der insgesamt sieben Variationen folgt einem eigenen logischen Regelsystem. Am unteren Bildrand läuft eine typografische Animation ab.
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Die Grundeinheit des Spielfilms nimmt Norbert Pfaffenbichlers notes on film 01 else, und macht sie zu einem Element in einer Mengenlehre, in der die Schauspielerin wie ein humaner Rest in einem Bild fungiert, das nicht mehr metaphorisierbar ist, und damit auch seine Zeitlichkeit einbüßt.
(Bert Rebhandl)
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notes onfilm 01 else fällt aus der Zeit, dem frühen Kino ebenso so sehr verpflichtet wie dem nachmodernen: eine Fläche der Projektionen, schwarzweiß und in Klammern gesetzt, als Nebenbei, als schnelle Notiz zur schmerzlichen Schönheit des Zeit und Raum bewahrenden Bewegungsbildes.
(Stefan Grissemann)

Verleih: sixpackfilm

 

 
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