NOTES ON FILM 01 ELSEFilm, 2002
Eine Darstellerin im 20er Jahre Look wurde gleichzeitig von drei Perspektiven aus gefilmt, wobei sich eine der Kameras hinter einem transluzentem Spiegel befand, die zwei weiteren seitlich links und rechts hinter der Akteurin. Als Vorlage diente die Verfilmung der Schnitzler-Novelle “Fräulein Else” aus dem Jahre 1928. Gedreht wurde sowohl auf Digital-Video und Super-8 als auch auf 16mm und 35mm Filmmaterial. Diese Aufnahmen wurden in der digitalen Postproduktion mittels Splitscreenverfahren als visueller mehrstimmiger Kanon montiert. Durch dieses super-voyeurisitsche Verfahren des multiplizierten Blicks ist das Gesicht der Darstellerin jeweils fünf mal parallel in unterschiedlichen Ansichten auf der Leinwand zu sehen. Jede der insgesamt sieben Variationen folgt einem eigenen logischen Regelsystem. Am unteren Bildrand läuft eine typografische Animation ab.
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